»Ironie, Charme und tiefere Bedeutung«
»Zurück in den Gasteig, es war außergewöhnlich: Allen Veranstaltern in nah und fern sei dringend ans Herz gelegt, den 24-jährigen, mehrfach preisgekrönten Cellisten Valentin Radutiu dem großen Publikum vorzustellen. Dieser auch als Erscheinung eindrucksvolle Musiker verfügt nicht nur über einen aufregend eigenen, energiereichen, in der Höhe berückend singenden, in den tiefen Registern stets klar konturierten, grummel- und brummelfreien männlichen Ton, technische Souveränität und musikalische Intelligenz, er ist auch ein geistreicher, belesener Kommentator seines Programms. Und er hat in dem Schweden Per Rundberg einen echten Partner am Flügel und keinen unterwürfigen Klavierdackel. Radutiu/Rundberg boten Brahms" F-Dur Sonate, ein intensiv sich austobendes Rezitativ von Peter Ruzicka von 2009, Schostakowitschs hintersinnige, so schwermütige wie bitter ironische Sonate und Martinus Moses-Variationen als virtuoses Schlussfeuerwerk. Besonders Schostakowitsch und Martinu gelangen exemplarisch, weil Radutiu und Rundberg mit Emphase und Charme den Geist des Gebrochenen, Verlorenen, Skeptischen beschworen und in den Variationen den grotesken Witz auskosteten. Den ritterlichen Charakter bei Brahms trafen die beiden besonders im Scherzo und im Finale, während der Kopfsatz etwas plakativ geriet, was wohl mit der Anfangserregung zu tun hatte. Mit Fauré- und Piazzolla-Zugaben lockte Radutius Klangfarbenphantasie in andere Musikwelten hinein - so hinreißend elegant wie unwiderstehlich.«
Süddeutsche Zeitung, Harald Eggebrecht
»Junger Solist mit großer Zukunft«
»Auch Männer müssen inzwischen "was hermachen", wollen sie in der Konkurrenz des heutigen Konzertbetriebs reüssieren. Valentin Radutiu gehört in diese Kategorie, denn der junge Cellist strahlt Eloquenz und Lockerheit aus, wirkt nachdenklich- sensibel, und ist zudem ein ausgezeichneter Instrumentalist. Beim Heidelberger Frühling gab er in der Villa Bosch auf seinem prächtigen Instrument von Francesco Ruggieri einen überzeugenden Abend: ein Nachwuchskünstler, der das Zeug zum Star hat. Ein warmer, fülliger, in allen Lagen sehr schön gestalteter Ton trägt sein Spiel; die dynamische Spannweite ist bemerkenswert, weil im Piano ein zauberischer Glanz plötzlich den im Forte intensiv-eleganten Zugriff noch veredelt. Die Sonate in g-Moll (op. 65) von Frédéric Chopin wurde davon in ebenso gefühlige wie lebhafte Sphären getragen, wenn Sanglichkeit und beredte Klangsprache das Werk ins Schwingen brachten. Partnerin Yael Kareth setzte sich dabei mit effektvollem Klaviersatz in Szene. Von Chopin hatten die beiden zudem mit "Introduction und Polonaise brillante" (op. 3) ein attraktives Salonstück im Gepäck, das in perlender Gelenkigkeit große Wirkung erzielte. Tiefgründig glückte die berühmte (für Cello transkribierte) A-Dur- Sonate von César Franck, deren Struktur Valentin Radutiu aus der motivischen Substanz herleitete, die alle vier Sätze durchzieht. Auf dieser Grundlage spannte er leidenschaftliche Kontraste auf, wenn er etwa der Kontemplation des Eingangssatzes stürmische Offensive im zweiten entgegensetzte oder den Finalsatz in durchlichteter Schönheit aufstellte. Yael Kareth, eine sehr versierte Kammermusikerin am Flügel, ließ dem Cellisten gleichwohl den Glanz. Was gab es noch in die Ohren? Adagio und Allegro (op. 70) von Robert Schumann, zwischen sehnsuchtsvoller Innerlichkeit und optimistischer Attacke aufgespannt, sowie als Zugabe das Chopin-Nocturne in cis-Moll. Das Publikum war äußerst angetan.«
Mannheimer Morgen, Eckhard Britsch (Heidelberger Frühling)
»Fulminanter Schluss des Passauer Jugend-Musikfestivals«
»Das ... Cellokonzert in C-Dur von Joseph Haydn mit dem jungen Solisten Valentin Radutiu gab dem Abend schon vor der Pause seine Erfüllung. Man begegnete einem Vollblutmusiker, für den es keine technischen Probleme zu geben scheint und der darum ganz in seiner Interpretation aufgehen kann. Und da regierten neben festem Zugriff eine unendliche Vielfalt an klanglichen Nuancen und sensibler Phrasierung. Radutiu beherrscht vor allem die oberste Tugend der Cellisten: Er kann sein Instrument singen lassen, was den wunderschönen langsamen Satz zum tiefgehenden Erlebnis werden ließ. Im Finale kam wieder seine technische Brillanz zur Geltung...«
Passauer Neue Presse, Hermann Schmidt
»Intellektuelle Überlegenheit und musikalische Souveränität«
Crescendo - das Klassikmagazin, Dr. Harald Eggebrecht
»Künstlertum kennt kein Alter«
»...Wohl der kompletteste Künstler des Abends ist der Münchner Cellist Valentin Radutiu. Mit starkem, brillanten Ton, unfassbarer rhythmischer Präzision und einer untrüglichen Sauberkeit, als trüge sein Cello Bünde am Steg, liefert er mit Paganinis ›Moses-Variationen‹ sein Meisterstück ab. Mit einer Gelassenheit, als wäre es ja nur ein bisschen Musik. Genau das macht großes Künstlertum aus«
Passauer Neue Presse, Raimund Meisenberger
»Radutiu hat im Finale gezeigt, dass er ein großes Maß an künstlerischer Überzeugungskraft besitzt. Dies gilt insbesondere für sein hervorragendes Instrumentalspiel, aber auch für seine Gabe, dem Publikum die geforderten Werke facettenreich über das Cellospiel hinaus zu vermitteln.«
Pressemitteilung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI über den Cellowettbewerb ›Ton und Erklärung‹, Prof. Wolfgang Böttcher
»Einen besonderen Akzent setzte an diesem Landsberger Konzertabend die Begegnung mit dem Cellisten Valentin Radutiu. Für den vielfachen Preisträger ... scheinen selbst in einem solch heiklen Werk wie dem C-Dur Konzert von Joseph Haydn keine technischen Schwierigkeiten zu bestehen. Mühelos meistert er die mitunter extremen Lagenwechsel, und zu keinem Zeitpunkt drängte sich Virtuosität als Selbstzweck in den Vordergrund. Diese war für Radutiu vielmehr ein Ausdrucksmittel, was gerade in den Ecksätzen zu joyeuser Frische und bravouröser Eleganz verhalf. Herrlich auch die sonore Sanglichkeit, die der Solist dem Adagio angedeihen ließ.«
Landsberger Zeitung, Jörg Riedlbauer
»Beeindruckende junge Solisten«
»... von Betulichkeit, von penetranter Heiterkeit, die viele Interpreten in Haydns Werk zu finden glauben, hält Radutiu unüberhörbar absolut nichts. So modern, so eruptiv, so neu, möchte man Haydns Musik viel öfter hören. Dann wäre wohl endlich Schluss mit der Bezeichnung ›Papa Haydn‹ für den Komponisten.«
Süddeutsche Zeitung, Dorothea Friedrich
»In der Finalrunde, die unter Begleitung des MDR Sinfonieorchesters in Leipzig durchgeführt wurde, bestach Radutiu besonders durch seine geschliffene Interpretation des Cellokonzertes in D-Dur von Joseph Haydn sowie durch seine geistreichen Wortbeiträge«
Pressemeldung des BDI über den Musikpreis der Deutschen Wirtschaft

